Infrarot Thermometer (PIR Thermometer, Passive Infra Red Thermometer oder Pyrometer) werden in der Industrie eingesetzt um Temperaturen berührungslos zu messen. Im Gegensatz zu unseren Messmodulen für lineare Längenmessung gibt es hier eine große Auswahl an Produkten am Markt. Jedoch gilt auch hier: Die meisten Geräte besitzen keine Möglichkeit die erfassten Messwerte per Funk an einen PC oder ein Smartphone weiterzugeben. Einige wenige Modelle besitzen ein eingebautes Bluetooth Funkmodul über welches sich die Daten an eine proprietäre Software übertragen lässt. Dies alles ist nicht wirklich industrietauglich oder Industrie 4.0. Seit einigen Jahren haben wir nun unser PIR Funkthermometer im Einsatz. Nun haben wir das Modell überarbeitet und auf die Basis-Firmware der M8 Modulreihe portiert. Dies bietet für dieses WLAN-Pyrometer nun alle Möglichkeiten der M8 Module:

  • Zuverlässige und sichere Funkübertragung im WLAN
  • IIoT Protokoll MQTT
  • WebSockets für Punkt-zu-Punkt WLAN Verbindungen
  • Einfache Konfiguration über einen Browser in der Web-Oberfläche
  • Optional SSL Verschlüsselung der Datenübertragung
  • Messauslösung Manuell, Extern (Taster, Fußschalter), über WebSockets, HTML oder MQTT Anforderungen
  • Einzelmessungen, programmierbare Mehrfachmessungen oder Intervallmessungen
  • Akku oder Festspannungsanschluß

Als Besonderheit gegenüber anderen berührungslosen Temperaturmessgeräten bietet unser Produkt

  • Um 180° drehbarer Messsensor
  • Feststellfunktion für Messkopf
  • Ladezustandsüberwachung der Stromversorgung und Übermittlung der Betriebsspannung.
  • Wechselakkusystem
  • Unabhängige Erfassung von Objekt- und Umgebungstemperatur
  • Eingebautes OLED Display

Die Alleinstellungsmerkmale unseres Infrarot Thermometer für industriellen Einsatz sind:

  • Echtes WLAN. Direktes Verbinden des Infrarot Thermometers mit einem WLAN/WiFi Netzwerk.
  • Sichere Funkübertragung auch unter schwierigen Bedingungen.
  • MQTT Datenprotokoll.
  • Sehr kleine Bauweise durch hohe Integration der Bauteile.
  • Montagemöglichkeiten für Wandmontage oder Montage auf Lochblech.
  • Lange Laufzeit durch Lithium-Ionen Akku (LiIon).
  • Schnellwechselsystem für den Akku.
  • Große Auswahl an Ladestationen für den Akku.
  • Hohe Konfigurationsmöglichkeit durch den Kunden durch unsere agile Fertigung.

Die Authentifizierung des Thermometers am WLAN Netzwerk erfolgt über Angabe der SSID und des Passwortes. Über WPA2 werden die übertragenen Daten sicher vor unbefugtem Zugriff geschützt.

Die Weitergabe der Daten erfolgt im offenen MQTT Protokoll. Das MQTT Protokoll wurde entwickelt, um Messdaten einfach und zuverlässig auch über große Distanzen sicher zu übertragen. Die MQTT „Empfangsstation“ wird MQTT Broker oder MQTT Server genannt. Diese Software ist als freie Software kostenlos auf für die kommerzielle Nutzung verfügbar. Über einen MQTT Client lassen sich sämtliche Anwendungen zur Messdatenverarbeitung realisieren: Sei es die Weiterverarbeitung in einem nachgelagerten Prozess für die Qualitätssicherung oder auch nur die direkte Eingabe der Messwerte in z.B. eine Tabellenkalkulation wie LibreOffice oder Excel.

Funktionsweise des PIR Funkthermometer

Das Funk-Thermometer kennt 2 Betriebsarten:

  • Konfiguration
  • Messen

In der Betriebsart [Konfiguration] öffnet das Thermometer einen WLAN Access Point. Über diesen kann ein beliebiger Web-Client eine Verbindung zum Thermomenter herstellen. Über die Web-Oberfläche kann die gewünschte Konfiguration des Messgerätes vorgenommen werden.
Konfiguriert wird der WLAN Zugang (AccessPoint oder einwahl in ein vorhandenes Netzwerk (WPA2/PSK)), die gewünschten Protokolle (MQTT, WebSockets (Json, Text)).
Nach erfolgreicher Konfiguration startet das Modul in der Betriebsart [Messen].
Über eine Softwarefunktion oder über die Servicetaste am Messmodul lässt sich das Messgerät wieder in den Konfigurationsmodus versetzen [Factory Reset]. Eine bestehende Konfiguration kann auch während des Betriebs mit der entsprechenden Berechtigung geändert werden.

Eine Änderung der Konfiguration oder eine aktualisierung der Firmware wird über eine Tastenkombination am Modul geschützt.

Technische Daten

WertEinheit
Länge (PIR Sensor auf 0°)110mm
Breite (incl. Akku-Modul)38mm
Höhe (PIR Sensor auf 0°)26mm
Gewicht (incl. Akku-Modul)90g
Akkukapazität des Akku-Moduls650mAh

Unser Know-how und unsere Leidenschaft ist Funktechnik, WLAN und MQTT. Für die Sensorik der Temperaturmessung vertrauen wir auf bewährte Hersteller von Industriellen Sensoren zur Temperaturerfassung. In der Standardausführung verwenden wir Infrarotsensoren der Baureihe MLX90614 der Fa. Melexis N.V aus Belgien.

Die Daten dieser Sensoren sind:

MLX90614 VarianteWertEinheit
Messbereich (Objekttemperatur)-70 – 380°C
Umgebungstemperatur (Variante E)-40 – 85°C
Umgebungstemperatur (Variante K)-40 – 125°C
Messauflösung0,02°C
Genauigkeit (0-50°C)0,5°C

Die exakten Daten der Sensoren können direkt im Datenblatt des Herstellers abgerufen werden.

Wir freuen uns über Kundenwünsche und können auch andere Sensoren in unser Funkthermometer integrieren.

Model PIR1

Das Modell PIR1 wurde durch unser Modell M8PIR ersetzt und wird nicht mehr gefertigt.
Die Produktinformationen können hier noch eingesehen werden:

Ansicht des WLAN Infrarot-Thermometers von oben
Ansicht des WLAN-PIR-Thermometers von unten
  1. PIR Sensor (90° um die Y-Achse drehbar)
  2. Bildschirm (OLED Display)
  3. Anzeige der Funkverbindung (WLAN Signalstärke)
  4. Anzeige des Akku-Ladestandes
  5. Lithium-Ionen oder Lithium-Polymer Akkumodul
  6. Multifunktionssteckverbindung für Akku oder Peripherie
  7. Hauptschalter für die Spannungsversorgung
  8. Messtaste für manuelle Messungen und Multifunktionstaste

Für unseren Kunden capricorn group entwickelten wir Komponenten für eine Mess- & Prüfaufnahme.

Prüfaufnahme für ein Carbon Bauteil mit Messuhr und elektrischem Anheber der Messuhr.
Bedienteil der Messuhr-Anheber sowie Messwert-Anzeige der Mitutoyo-Messuhren

Das Projektbeispiel zeigt die Vorrichtung einer Mess- & Prüfaufnahme für ein Carbon Dach.
Die elektrisch gesteuerte Anhebung und Absenkung der Messuhren stellt eine schnelle und exakte Positionierung der Dächer in Fahrzeuglängsrichtung auf der Vorrichtung sicher.
Gegenüber einem manuellen Einmessen ergibt sich dadurch bei jedem Bauteil eine deutliche Zeitersparnis und Fehler werden sofort erkannt.
Die digital erfassten Daten lassen sich in nachgelagerten Systemen zur Qualitätssicherung protokollieren und archivieren.

Über Capricorn

Die capricorn GROUP ist ein Entwicklungsdienstleister mit dem Schwerpunkt Automobilindustrie und Motorsport.

Copyright Hinweise

Für die 4 gezeigten Bilder der Vorrichtung gilt: Diese unterliegen dem Copyright © capricorn. Eine Reproduktion oder Wiedergabe des Ganzen oder von Teilen ist ohne die schriftliche Genehmigung capricorns nicht gestattet.

Einleitung

Das Programm mqtt2key (für „MQTT to Keyboard“ oder „MQTT zu Tastatur“) dient zur Datenübertragung von MQTT Messwerten in eine beliebige Anwendung.
Werte, welche über MQTT empfangen werden können damit direkt über die Tastaturschnittstelle an ein beliebiges Programm weitergegeben werden. Damit eignet sich das Programm zur Übertragung von Messwerten oder Eingabedaten an praktisch jede Anwendung zur Messdatenverarbeitung.

In IIoT Anwendungen, also industriellen Anwendungen für IoT, wird bevorzugt das MQTT Protokoll eingesetzt. Normalerweise „sprechen“ dann alle verbundenen Programme MQTT. Die Werte können von jedem Programm direkt und einfach verarbeitet werden.

Es sind verschiedene Szenarien denkbar und in unserer Erfahrung schon aufgetreten, in welchen ein Programm MQTT Messwerte verarbeiten soll, jedoch nicht direkt auf einen MQTT Server zugreifen kann.

MS Excel

In sehr einfachen Szenarien kann es sein, dass der Messwert nur in einem Tabellenkalkulationsprogramm wie LibreOffice oder Excel gespeichert werden soll. Zwar wäre es prinzipiell sicherlich möglich, auch hier eine MQTT Ankopplung zu realisieren – ein sehr einfacher Weg ist es jedoch, einfach die Werte direkt in eine Tabellenzelle einzutragen.
Der Vorteil gegenüber einer manuellen Eingabe liegt auf der Hand: Durch die automatisierte Übertragung ist sichergestellt, dass der Wert auch korrekt übernommen wurde. Die Prozesssicherheit und Qualität der Messwerte steigt, da ein Ablesefehler oder Eintragefehler (z.B. Zahlendreher) sicher vermieden wird.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Übertragung deutlich schneller geht, als den Wert manuell abzulesen und einzutippen.

WEB Anwendungen

Eine weitere Anwendung ist die Verarbeitung der Daten durch ein Programm welches in einem Web-Browser betrieben wird.

Zwar kann ein Web-Browser einfach und direkt über eine Ajax-Web-Schnittstelle auf einen MQTT Broker zugreifen, jedoch ist es nicht immer möglich, das verwendete Programm dahingehend zu erweitern oder zu verändern, dass die Messwerte direkt eingetragen werden.

Auch hier kann über das einschleusen der MQTT Werte in die Tastaturschnittstelle einfach eine automatische Übernahme der Messwerte umgesetzt werden.

Sonstige Anwendungsbereiche

Weitere Anwendungsfälle sind unendlich verfügbar. Jedes Programm, egal ob Konsolenprogramm, Browserprogramm oder Windows-Programm, welches Tastatureingaben entgegennimmt kann mit dem MQTT Hilfsprogramm mqtt2file als Empfänger von MQTT Messwerten verwendet werden.

Die weitere Verwendung von MQTT ist hierbei nicht relevant. Es ist gut vorstellbar, über das Programm schlicht und einfach eine Messuhr, ein Messschieber oder eine Bügelmessschraube per WLAN drahtlos mit dem Computer zu verbinden um die Werte dann direkt in einem beliebigen Programm weiter zu verarbeiten.

Das Programm ist vorkonfiguriert um MQTT Messwerte unserer WLAN Funkmodule zu empfangen und als Tastenfolge weiterzugeben. Kontaktieren Sie uns wenn Sie andere MQTT Werte verarbeiten möchten: Durch entsprechende Anpassungen kann das Programm auf beliebige MQTT Botschaften konfiguriert werden.

Funktionsweise

Das Programm läuft normalerweise im Hintergrund. Es verbindet sich mit dem konfigurierten MQTT Broker und nimmt die Messwerte des konfigurierten Messmittels entgegen. Diese Werte werden dann direkt an die Tastaturschnittstelle weitergegeben.

Optional kann ein systemweiter Hotkey oder Shortcut („Direkttaste“) definiert werden: Über diesen lässt sich dann eine Messung oder ein Messwert direkt vom PC aus über MQTT anfordern.

Konfiguration

Das Programm muss nicht installiert werden. Es wird einfach an einem beliebigen Ort auf der Festplatte (oder auch einem USB-Stick) abgelegt und kann direkt ausgeführt werden.

Der Hauptbildschirm der Anwendung

Nach dem Start des Programms erscheint der Hauptbildschirm der Anwendung.

Die Einstellungen sind selbsterklärend und werden beim Beenden des Programms gespeichert.

Die Messwerte werden wie von z.B. der Messuhr geliefert weitergegeben. Z.B. „-12.34“. Wenn ein Programm die Werte in einer anderen numerischen Notation erwartet kann der Wert in die Notation des Landes anpassen, auf welchem das Programm aktuell ausgeführt wird. Auf einem Computer mit deutschem Gebietsschema würde dann z.B. „-12,34“ an die Tasttatur ausgegeben werden.

Beim schließen des Programms wird das Programm lediglich in die TNA (Taskbar Notification Area) minimiert. Dort ist es dann weiter als kleines Symbol sichtbar und läuft im Hintergrund.

Wenn ein Messwert übertragen wird blinkt dieses Symbol kurz auf.

Durch klick auf das Symbol wird der Hauptbildschirm wieder dargestellt.

Durch klick mit der rechten Maustaste kann das Programm endgültig geschlossen werden.

Auf der 2. Registerseite der Anwendung sind Details zu MQTT zu sehen.

Die Einstellungen des Programms werden in der Datei
C:\Users\Public\Documents\rAAAreware\mqtt2key\mqtt2key.ini
gespeichert und können auch direkt mit einem Texteditor geändert werden.

Download und Installation

Das Programm ist Freeware und kann kostenlos hier heruntergeladen werden. Das Programm sollte auf jedem neueren Windows Rechner problemlos laufen. Wir übernehmen hierbei keine Garantie für die Funktion – siehe auch unten unter „Rechtliches“. Das Programm muss nicht installiert werden. Entpacken Sie die Dateien einfach in ein beliebiges Verzeichnis. Zum Starten rufen Sie das Programm „mqtt2key.exe“ auf.

Versionshistorie / Changelog

V1001
Bugfix für „Disconnected. Unexpectedly.“: Bei mehreren Instanzen der Software kann es vorkommen, dass der MQTT Broker dieselbe ClientID erneut registriert und den ursprünglichen Client entfernt. Durch eine bessere Vergabe der ClientID wird dieses Problem behoben.

V1000 Initiale Version.

Rechtliches

© rAAAreware GmbH

Diese Software wird zur Verfügung gestellt, so wie sie ist, ohne ausdrückliche oder implizite Garantie.
Keinesfalls ist der Autor verantwortlich für etwaigen Schaden, der durch die Verwendung dieser Software auftritt.

Es wird allen Nutzern des Programms bewilligt, diese Software für jeden möglichen Zweck einzusetzen, kommerzielle Nutzung inbegriffen, solange folgende Bedingungen erfüllt werden:

  1. Jegliche Weitergabe des Pakets muss alle Angaben obiger Copyright Nennung und die Webadresse beinhalten.
  2. Die Herkunft der Software darf nicht falsch dargestellt werden, es darf also nicht fälschlicherweise behauptet werden, der Autor dieser Software zu sein.
  3. Veränderte Versionen müssen als solche deklariert und nicht als Originalsoftware dargestellt werden.
  4. Jegliche Weitergabe des Pakets hat unentgeltlich zu erfolgen. Eine kommerzielle Weitergabe ist nicht ausgeschlossen, bedarf jedoch einer Rückfrage bei uns.

Funkstandards bei IoT / IIoT Technologien für Industrie 4.0

Bei der Anbindung von Messmitteln an eine IIoT Industrie 4.0 Infrastruktur stellt sich immer wieder die Frage, auf welchen Funkstandard oder Funktechnologie man setzen kann, soll, muss oder darf. Inzwischen bewerben sich viele verschiedene Protokolle und/oder Standards wie WLAN / Wi-FI, Bluetooth, Ant+ oder ZigBee um den Einsatz in der Fabrikhalle oder Fertigung. Hersteller entscheiden sich für einen dieser Standards oder verwenden einen ganz eigenen – wie das U-Wave von Mitutoyo – obwohl auch diese Ansätze dann wieder auf Standards wie IEEE 802.15.4 aufsetzen.

Wenn ein Unternehmen IIoT in der Produktion umsetzen will kommt es nicht umher sich mit diesen Funkstandards auseinander zu setzen. Wer dies nicht tut endet in einem Chaos von Systemen und eventuell instabilen oder sich gegenseitig beeinflussenden Funksystemen. Gleichzeitig hilf es nicht weiter überhaupt nichts zu tun oder sich einfach stoisch für ein System zu entscheiden. Im 2. Fall wird man festzustellen, dass viele gewünschte Dinge dann einfach nicht umsetzbar sind. Es gilt die beste Lösung zu finden und auch Kompromisse zu machen um die Herausforderungen der IoT in der Automatisierungstechnik erfolgreich umzusetzen.

Mit einem Vergleich und einer Gegenüberstellung der verschiedenen Funksysteme mit industrieller Eignung versuchen wir etwas Licht in dieses Thema zu bringen.

Wir sind ein Hersteller von WLAN-Modulen für die Messtechnik und sicherlich keine wissenschaftlichen Nachrichtentechniker. Aber gerade dies ermöglicht uns einen praxisorientierten Blick auf die Thematik welchen wir durch unsere langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit unseren Industriekunden verfestigen konnten.

Sie können unseren Artikel zu Funkstandards bei IoT / IIoT Technologien für Industrie 4.0 hier lesen oder downloaden.

Marktübersicht verfügbare Funk-Messmittel

In unserer Marktübersicht zu Messschiebern mit Funkmodulen bekommen Sie einen Überblick was andere Hersteller zum Thema Funktechnik für Handmessmittel zu bieten haben.

Rechtliches

Einige Namen in diesem Text können Urheberrechtlich geschützt sein.
Bluetooth ist eine eingetragene Marke der Bluetooth SIG, Inc.
ANT+ ist ein eingetragene Marke der ANT Alliance bzw. Garmin.
Zigbee ist eine eingetragene Marke der Zigbee Alliance, USA.
Wi-Fi ist eine eingetragene Marke der Wi-Fi Alliance.
Wir weisen darauf hin, dass wir keine Rechte an diesen Namen haben oder beanspruchen, diese Namen nur redaktionell zur Erklärung verwenden und keine Verbindung zu den Firmen mit den Namensrechten haben.

Auf dieser Seite möchten wir es ermöglichen, dass Interessenten mit anderen Landessprachen Informationen zu unseren Produkten erhalten können.

Über die entsprechenden Links wird die rAAAreware Seite in der jeweiligen Landessprache online übersetzt.

Für die Übersetzung übernehmen wir keine Gewähr. Weiter gelten auf diesen Seiten ergänzend zu unserer Datenschutzerklärung auch die Datenschutzerklärung von unserem Übersetzungsdienstleister Google. Praktisch gesagt: Sie sehen noch unsere Inhalte, haben jedoch unser Angebot verlassen und sind nun in den Händen von Google.

Our page in english language

           Our product WLAN MQTT Module for dial gauge in english language.

Notre site en français

Il nostro sito in italiano

Nuestro sitio web en español

Nosso site em português

 

We announce the probably first real WLAN module for digital gauges, calipers and outside micrometers.

Starting in 2018 with a development study for a big German automotive manufacturer we improved and extend our modules for a quite wide range of use cases.

All IIoT modules communicate using the MQTT IoT protocol.

Currently we deliver primary the german speaking market. This page has been created to spread the information about the module to English speaking international customers.

Beside of our WLAN modules we extended our portfolio of products with some other items requested by our industrial partners. Those modules are for example some MQTT or serial displays or some electromechanical lifts for gauges.

Our philosophy: Agile development and production

Our philosopy is to provide simple but relieable modules in industrial strength for professional usage. Our roots are in the software business – where we like to do agile software development. We transform this knowledge to our hardware and electronic development and production process. This means:

  • All product cases are printed with a 3D printer. This allows very fast product improvements and reaction on individual customer requests.
  • We only use very standard electronic components. This allow a very long time support of our products.
  • All software and firmware of the modules is developed agil and therefore hast the benefits of agile software development.
Agile development and production: All cases are printed individual in 3D PLA/ABS/SLA

Those software development principles we extend or define more precisely as:

  • Keep it simple. As simple as possible. As complex as necessary.
  • Be modular. Keep functionality together by specific modules.
  • Be autarkic. Keep modules independend and stand-alone operative.
  • Reuse what you have. Do not invent things wich are already there.
  • Enable simulation. To improve product quality beyond simple testing.
  • Be open. Use open and transparent interfaces.

M3 / M4 – WLAN dial gauge module

Modul M3

The module is either simply placed around an digital gauge. An additional OLED diplay give information about the current measurement and/or the module and gauge state.

Module M4

Module M4 replace the back of a electronic gauge and give the gauge direct access to a WLAN network using MQTT communication. The module is quite small. Different additional modules can extend the functionality or extend the power of the module. The shown display is optional to maintain the module or to show additional informations about the measurement process.

M5 – WLAN caliper module

The Module M5 is mounted on a sliding caliper to extend the functionality of a calliper with real WLAN (not Bluetooth or ZigBee!).

Digital caliper with WLAN Module mounted
Module M5
Zeigt den WLAN Messschieber in der Ladeschale. Diese ist auf einem Lochblech montiert.
WLAN caliper in charge station

The WiFi caliper module come with a specific loading station which always ensure the caliper is fully loaded prior usage and send his data to a WLAN network.

M6 – WLAN micrometer module

Module M6 at a digital micrometer

The module M6 give a digital outside micrometer screw the ability to send direct within a WiFi / WLAN Network. The rechargeable battery (Li-Ion) of the device can be charged by cable or in a charging station.

Micrometer WLAN module M6 with power station

M2 – electronic dial gauge elevator

In situations where a automatic elevation of a dial gauge measuring sensor is requested our electro-mechanical measuring sensor elevator can be used. The range to lift is 12.5 or 25 mm (0.5″ – 1″ / inch).

MQTT or USB displays

Probably the smallest independend computer display you will find. The display can receive MQTT messages to display text, shapes or pictures. Every single pixel of the display is accessable by MQTT or using an USB interface.

Externe Anzeige für eine Messuhr
Externe Messwertanzeige mit Digimatic Schnittstelle

Just a bit bigger this display is usefull for example to display a measurement value of a MQTT gauge.

Disclaimer

Some product names used are may registered by their respective owners. WiFi is a registered trademark by the Wi-Fi Alliance. Bluetooth is a registered trademark of Bluetooth SIG, Inc.
Registered names are just used to describe our products and their functionalities. We do not claim any rights to those names.

Entstanden aus Anforderungen in der Messtechnik – doch nicht beschränkt darauf: Unser neues Mini Display [DP1] mit universellem seriellen Dateneingang ist für fast alles zu gebrauchen.

Wir behaupten: Es ist der kleinste PC Monitor am Markt. Direkt über ein USB Kabel angeschlossen kann es über die Serielle Schnittstelle einfach vom PC, Tablet oder Smartphone aus angesprochen werden.

Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt: Um einfach nur einen Messwert anzuzeigen ist es fast zu schade. Schließlich ist es mit einer vollen Grafikfähigkeit ausgestattet.

Der große Bruder des Mini-USB-Monitors ist unser netzwerkfähiges Display DP2 (Industrial Display DP2). In TFT-LCD Technik erlaubt es Farbdarstellung auf dem kleinen aber leistungsfähigen Monitor mit 7 cm Bildschirmdiagonale.

Externes Display mit WLAN LAN und USB Anschluss

Das Eingangssignal kann per Netzwerk (LAN, RJ45 oder WLAN) im MQTT Protokoll empfangen werden. Es dürfte eines der wenigen wenn nicht das einzige MQTT Display für die industrielle Anwendung sein. Alternativ kann das Display oder der Monitor direkt über ein USB Kabel an einen Rechner angeschlossen werden. Optional besteht die Möglichkeit auch Handmessmittel wie ein Messschieber oder eine Messuhr direkt per Digimatic oder RS232 Schnittstelle an die Anzeige anzuschliessen.

Schaubild der Anschlussmöglichkeiten des universellen externen Displays mit WLAN LAN und USB Anschluss
Das Schaubild zeigt die Anschlussmöglichkeiten des externen Displays an WLAN, LAN, USB oder Digimatic-Schnittstelle. Dieses Bild kann hier als PDF heruntergeladen und allgemein verwendet werden.

Technische Daten

BeschreibungDisplay DP1Display DP2Einheit
Anzeige Diagonale2471mm
Anzeigehöhe1038mm
Anzeigebreite2160mm
Anzeigepunkte128 x 64320 x 240Punkte
AnzeigetechnikOLEDTFT-LCD 
Modulbreite36106mm
Modulhöhe3574mm
Modultiefe1020mm
Gewicht1896g
Betriebsspannung55V
Stromverbrauch100250mA
Leistungsaufnahme0,51,25W
Mini-USB-Monitor mit Meterstab zum Größenvergleich

Als Erweiterung bieten wir das USB-Display D1 auch als WLAN Display an:
Die Ansteuerung kann dann nicht nur über die serielle Schnittstelle sondern auch über WLAN im MQTT Protokoll erfolgen.
Das Display kann damit auch als komplett kabelloses Display mit Batterie oder Akkubetrieb eingesetzt werden.
Weiter ermöglicht die parallele Funktion von serieller USB Schnittstelle und MQTT eine einfache Programmierung, Entwicklung und Erprobung über die Serielle Schnittstelle bevor dann in den MQTT Betrieb gewechselt wird, um die programmierten und erprobten Funktionen zu verwenden.

Als weitere Option können in das MQTT Display bis zu 2 Bedientasten integriert werden. Damit lassen sich dann zum Beispiel Aufgaben auslösen oder der Modus des WLAN Displays umschalten.

Die Ansteuerung der Module D1 und D2 erfolgt ein fast identisches Protokoll. Lediglich die Koordinaten und Abmessungen des Displays sowie die mögliche Farbfähigkeit und Farbtiefe muss bei der Ansteuerung unterschieden werden. So lassen sich die Monitore für ähnliche Anzeigeaufgaben einfach austauschen und Entwicklungsarbeiten für beide Displays vereinheitlichen.

Die Ansteuerung des Displays erfolgt über ein serielles Protokoll oder über MQTT. Die implementierten Protokollfunktionen sind hierbei identisch, so dass universelle Routinen zur Ansteuerung des WLAN-Monitors verwendet werden können.

Die serielle Programmierung des Funkdisplay kann in vielen Programmierumgebungen und Programmiersprachen erfolgen. Jede Programmiersprache, welche eine serielle Schnittstelle öffnen kann, kann direkt mit dem Industrie-Display kommunizieren. Dadurch lassen sich einfach grafische Aufgaben vom PC aus lösen.

Die Ansteuerung über MQTT erfolgt über einfache MQTT Topics und kann von jeder Software welche MQTT Topics generieren kann angesteuert werden.

Der Preis für das WLAN MQTT Display kann direkt im Shop abgerufen werden. Die aktuellen Lieferzeiten sind per e-Mail zu erfragen.

Installation und Betrieb eines MQTT Brokers (MQTT Server) auf dem Android Betriebssystem

Einleitung

Die Kommunikation bei MQTT wir über einen zentralen Server abgewickelt.
Dieser Server steht normalerweise im „Backend“: Über eine Adresse ist er bekannt – alles weitere ist für den MQTT Anwender dann nicht mehr interessant. In der Praxis läuft dieser Server (MQTT Broker genannt) dann entweder in der Cloud – also einem entfernten Dienst eines Dienstleisters oder auf einem eigenen Server. Der eigene Server ist meist ein großer Server im Serverschrank des Backends. Ein Server kann aber genauso gut ein Raspberry Pi sein, welcher mit Open-Software ausgestattet z.B. lokal in einer Fertigungsanlage oder in der Linie positioniert ist.

Eine Übersicht über solche klassische MQTT Infrastruktur-Szenarien haben wir Im Artikel „Möglichkeiten einer IoT MQTT Infrastruktur zusammengestellt.

Es ist jeweils für den aktuellen Anwendungsfall zu entscheiden was das zweckmäßigste ist.
Normal ist jedoch, dass viele MQTT Devices über diesen Server kommunizieren und ihre Daten bereitstellen, abrufen und austauschen.

Nun kommen wir zum nicht normalen Fall: Es gibt Anwendungsfälle, in welchen schlicht kein klassischer Server gewünscht ist. Zum Beispiel soll eine lokale IoT Device Messwerte an ein Smartphone oder Tablet liefern die dort dann angezeigt und gespeichert werden. Dies ist die für MQTT einfachste Konfiguration. In der vor Industrie 4.0 Zeit hätte hier dann vielleicht auch anstatt einem IoT Device auch nur ein Gerät mit Bluetooth oder Zigbee Verwendung gefunden.

Der Einsatz von MQTT bietet jedoch auch in diesem einfachen Anwendungsfall einige Vorteile:

  • deutlich stabilere Funkverbindung und höhere Reichweite (100-300m statt 3-10m!).
  • keine umständliche Kopplung bei Gerätewechel notwendig.
  • einheitliche Weiterverarbeitung der Daten über den offenen MQTT Standard.

Für uns als MQTT Messgerätehersteller (WLAN Handmessmittel) stellte sich für dieses Szenario die Aufgabe einen MQTT Broker auf einem Android Betriebssystem zu betreiben. Dieser Fachartikel beschreibt die Analyse der Möglichkeiten und zeigt eine einfache Lösung des Problems. Die Lösung besteht darin, einen quelloffenen und verbreiteten Linux MQTT Broker auf einem Android Device zu betreiben. Dieser Broker kann dann direkt auf dem Smartphone oder Tablet von einer lokalen Anwendung angesprochen werden um die Messwerte zu verarbeiten.

Vorhandene MQTT Broker

Eine Liste der wesentlichen MQTT Broker-Implementationen ist auf Github zu finden.

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass hier kein Broker für Android zu finden ist, da Android ein Client-Betriebssystem ist – und ein MQTT Broker eben eine Server Anwendung.

Eine Suche im Google Playstore listet zwar einige MQTT Broker auf – diese haben jedoch keine allzu guten Reputationen. Unsere Versuche mit diesen Brokern blieben Versuche: Von einem ernsten industriellen Einsatz raten wir ab. Zu unstabil, mit Werbung versehen und fragwürdige Herkunft bei geschlossenen Quellen sind keine Basis für einen industriellen Einsatz.

Der wahrscheinlich am häufigsten verwendete MQTT Broker ist der Mosquitto Broker der Eclypse Foundation. Dieser Broker läuft auf einigen Betriebssystemen – ab liebsten und häufigsten sicherlich auf Linux.

Android ist wie gesagt ein Client-Betriebssystem und der Betrieb eines Servers ist dort nicht unbedingt vorgesehen. Da Android jedoch nicht mehr als ein modifiziertes Linux ist kann der Weg zu einem Linux Server nicht all zu weit sein.

Die Lösung sieht also folgendermaßen aus und ist entsprechend einfach:
Wir installieren eine Linux-Terminal Emulation auf Android. In dieser Emulation können wir dann den Linux MQTT Broker installieren und betreiben.

Mosquitto MQTT Broker Installation auf Android

Hier also die Schritt-für-Schritt Anleitung zur Installation.

Alle eingesetzten Produkte sind OpenSource Programme und kostenlos verfügbar. Die Quellen aller Programme sind frei verfügbar. Alle Programme sind keine Exoten sondern von einer großen Gemeinschaft professionell entwickelte Produkte.

Installation von Termux

Das Programm Termux wird installiert.
Empfohlen über F-Droid oder Google Playstore.

Wenn F-Droid für die Installation gewählt wurde müssen auch die unten aufgeführten Zusatzmodule unter F-Droid installiert werden. Gleiches gilt für den Google Playstore. Die Termix-Installationen müssen also alle aus dem gleichen Store kommen – ansonsten werden Sie in verschiedenen Bereichen installiert und finden sich nicht gegenseitig.


Abhängig von der geplanten Betriebsweise werden zudem Zusatzmodule von Termux benötigt: Soll der Broker über ein Symbol auf dem Startbildschirm (Application Launcher) gestartet werden wird das Zusatzmodul Termux:Widget benötigt. Soll der Broker bei jedem Start des Gerätes automatisch gestartet werden benötigen wir das Modul Termux:Boot. Die Links zu den Modulen in den Android-Anwendungsstores:
Widget: Termux:Widget in F-Droid und Termux:Widget im Playstore.
Boot: Termux:Boot in F-Droid.

Installation von Mosquitto

Nach der Installation von Termux wird Termux geöffnet / ausgeführt.

Es erscheint eine Eingabeaufforderung. Hier können nun die weiteren Befehle eingegeben werden. Zur Installation von Mosquitto reicht eine Zeile (Return nach der Eingabe):

pkg install mosquitto

Eventuelle Nachfragen alle einfach mit „Return“ bestätigen: Wir benötigen keine besonderen Einstellungen.

Weiter benötigen wir später noch einen Text-Editor, also installieren wir diesen:

pkg install nano

Optional kann natürlich auch ein anderer Editor installiert werden oder mit den entsprechenden Kenntnissen ein Android-Editor verwendet werden.

Ausführen des MQTT Brokers

Damit der Broker einfach ausgeführt werden kann, legen wir entweder eine Verknüpfung auf dem Startbildschirm an oder veranlassen Termux das Laden des Dienstes direkt beim Systemstart.

MQTT Broker über Startsymbol starten

Um den MQTT Broker über ein Widget(Symbol) starten zu können müssen wir zunächst eine Befehlsdatei anlegen, welche das Broker-Programm startet. In älteren Termux-Widget Installationen wurden diese Dateien in ~/.shortcuts abgelegt. Neuere Installationen sehen das Verzeichnis ~/.termux/widget/dynamic_shortcuts vor. Dieses Verzeichnis erstellen wir mit der ersten Zeile, die 2. Zeile legt in dieser Datei dann unsere Befehlsdatei „mosquitto.sh“ an und öffnet diese zur Bearbeitung:

mkdir -p $HOME/.termux/widget/dynamic_shortcuts
nano $HOME/.termux/widget/dynamic_shortcuts/mosquitto.sh

Im Nano Texteditor wird dann nur der Befehl/Programmname zum Starten des Brokers eingegeben.

mosquitto

Die Zeile muss mit einem „Return“ abgeschlossen werden. Der Editor wird dann mit Strg-X und „Y“ geschlossen und die Datei gespeichert.

Abschliessend wird

chmod +x $HOME/.termux/widget/dynamic_shortcuts/mosquitto.sh

im Terminal eingegeben damit das Script die Berechtigungen zum Ausführen erhält.

Nun wird im Android Launcher das Termux:Widget lange gedrückt. Im Popup-Menü sollte nun das angelegte Script zur Auswahl vorhanden sein. Optional kann dieser Menüeintrag nun direkt auf den Startbildschirm gezogen werden. Künftig kann der der Mosquitto Broker dann direkt über dieses Widget gestartet werden.
Detailinfos zum Widget auf der Termux:Widget Wiki Seite.

Wenn Android Widgets völlig fremd sind hilft eine Suche zu allgemeinen Widget Themen.

MQTT Broker beim Android Systemstart starten

Die oben schon installierte Termux:Boot Anwendung muss nach der Installation einmalig gestartet werden damit die Anwendung sich als Boot-Dienst registriert.

Anschliessend legen wir analog zum Widget-Start ein Mosquitto Start Script im dafür vorgesehenen Verzeichnis ab. Im hier gezeigten Beispiel fügen wir noch die Zeile „termux-wake-look“ ein: Diese verhindert, dass Android in den Standby-Modus wechselt, so dass unser Broker durchgehend läuft.

Im Termux Terminal geben wir ein:

mkdir ~/.termux/boot
nano ~/.termux/boot/mosquitto.sh

Im Nano Texteditor dann

#!/data/data/com.termux/files/usr/bin/sh
termux-wake-lock
mosquitto

Abgeschlossen mit einem „Return“. Den Editor dann mit Strg-X und „Y“ beenden und speichern.

Diese Datei wird nun über Termux:Boot beim Systemstart geladen und ausgeführt und sollte den Mosquitto Broker starten.

Über die rAAAreware GmbH

Die rAAAreware GmbH ist ein Dienstleister für IT und Elektronik und ein Hersteller für IoT Devices. Neben Erfahrungen mit vielen Industrie- und Automotive-Protokollen wie CAN, CCP und OPC haben wir uns in den letzten Jahren bei M2M Protokollen immer mehr auf MQTT spezialisiert. Neben der Entwicklung und dem Vertrieb unserer eigenen Produkte für drahtlose Übertragung von Messwerten unterstützen wir Firmen beim Aufbau und Betrieb einer MQTT Infrastruktur und bieten Entwicklungsarbeiten für IIoT Devices z.B. zur Integration kabelgebundener Messtechnik in eine MQTT Architektur.

Rechtliches

Bluetooth ist eine eingetragene Marke der Bluetooth SIG, Inc.
Wi-Fi ist eine eingetragene Marke der Wi-Fi Alliance.

Messuhr mit externer Anzeige und Funkverbindung (Anbindung über Funkmodul M4)

Mit unserer Digitalanzeige für Messmittel bieten wir eine einfache Möglichkeit die Messwerte auf einem externen Display darzustellen. Die Anbindung des externen Displays für die Messuhr (oder ein anderes Messmittel wie Messschieber oder Bügelmessschraube) erfolgt über ein Kabel oder über Funk. Durch die Verwendung allgemeiner und offener Standards können die großen Displays sehr universell eingesetzt werden. Entweder als reine Anzeige zum Beispiel einer einzelnen Messuhr oder als Teil einer komplexen MQTT oder LAN Infrastruktur zur Anbindung über eine Funkverbindung. Als Funkprotokolle werden sowohl MQTT als auch WebSocket jeweils über WLAN (WiFi) unterstützt.

Einsatzmöglichkeiten der Fernanzeige für verschiedene Messgeräte

Das Angebot für eine einfache, externe Messwertanzeige für Messuhr oder Messschieber für Mess-, Anzeige- oder Prüfaufgaben ist am Markt sehr übersichtlich. Entsprechend bedienen wir mit unserem Funk-Anzeigemodul für Messuhren ein Produkt in dieser Nische für Anwendungsfälle in welchen ein eigener PC, Smartphone oder Tablet entweder als überdimensioniert gelten oder aufgrund der damit verbundenen administrativen Aufwände ausscheiden.

Das Stand-Alone Display mit TFT Farbbildschirm kann als externe große Messwertanzeige für Messmittel wie Messuhr, Messschieber oder Bügelmessschraube verwendet werden.

MQTT und WLAN für Messmittel sind unsere Passion. Dennoch gibt es Anforderungen, in welchen eine kabellose Übertragung nicht gewünscht oder notwendig ist.
Entsprechend kann dieses Modul nicht nur als WLAN-Funkanzeige sondern auch über ein Kabel als kabelgebundene Fernanzeige für eine Messuhr oder ein anderes Messgerät verbunden werden. Als weitere Verbindungsmöglichkeit besteht die Option per WLAN Funkverbindung eine Verbindung zum Messsystem über das MQTT Protokoll oder HTTP / WebSockets herzustellen.
Als kabelgebundenes Protokoll wird das Mitutoyo Digimatic Protokoll oder auch ein serielles Protokoll wie es z.B. von Mahr-Messuhren oder den Messuhren von Helios-Preisser verwendet wird unterstützt.

Die Anzeige wird mit einem 5V Steckernetzteil mit USB Kabel ausgeliefert. Der Versorgungsspannungsanschluss an der Anzeige erfolgt über einen Micro-USB Stecker.

Die Fernanzeige mit aktivierter Grenzwertüberwachung (IO/NIO, grün/rot) und Bereichsanzeige

Produktvarianten

Die Messwertanzeige ist in 2 Varianten lieferbar:

(a) Reine Anzeige ohne Touch-Screen. [Produkt im Shop]

(b) Modell mit berühungsemfindlichem Bildschirm (Touch-Screen) [Produkt im Shop]

Auch bei dem Modell ohne Touch-Display kann eine Grenzwertüberwachung über die Web-Oberfläche vorgenommen werden. Beim Touch-Modell kann diese Einstellung jedoch direkt vom Bediener an der Anzeige vorgenommen werden. Über die „set“ „>0<“ Taste kann hier eine Nullstellung direkt am Displaymodul durchgeführt werden.

Grenzwertüberwachung und Nullstellen über den Touchscreen

Eine konfigurierbare Grenzwertüberwachung ermöglich das Beurteilen des Messergebnisses an der Fernanzeige mit aktiver Grün-Rot-Umschaltung.
Der Zielbereich wird über eine Balkenanzeige zusätzlich visualisiert.

Weiter kann über eine Offsetvorgabe/Nullstellung ein Zielbereich ausserhalb der realen Messdimensionen eingestellt werden.

Die Grenzen können extern über die Web-Oberfläche konfiguriert werden oder bei dem Display-Modul mit Touchscreen auch direkt am Display eingegeben und verändert werden.

konfiguration der grenzwerte und des datenoffsets am touchscreen der messwertanzeige

Zum Ändern der Grenzwerte und zur Eingabe des Datenoffsets wird zunächst die gewünschte Zeile angetippt. Mit den „<“ „>“ Tasten wird die gewünschte Dezimalstelle des Wertes markiert. Dann kann über „up“ und „dn“ der Wert der Ziffer inkrementiert oder dekrementiert werden.

„set“ übernimmt den aktuellen Wert als negatives Offset („Nullstellung“).

„ok“ beendet das Setup.

Der Hintergrund der Messanzeige als auch die Balkenanzeige wechselt beim Erreichen des IO Wertes die entsprechende Farbe. Die Vorgabefarben ROT und GRÜN können vom Anwender durch individuelle Farben in der Web-Konfiguration verändert werden.

Konfigurationsmöglichkeiten

Die Grundkonfiguration erfolgt über eine Web-Oberfläche. Hierzu stellt das Anzeigemodul eine eigene Web-Schnittstelle bereit. Diese ermöglicht weitreichende Konfigurationsmöglichkeiten über alle Features der Fernanzeige.

Web Oberfläche zur Konfiguration des Remote Displays über einen Browser

Kabelverbindung

Wenn keine Funkverbindung zum Einsatz kommt, kann mit einem konfektionierten Kabel aus unser Fertigung die Verbindung zwischen Messuhr und Display hergestellt werden.
Bitte geben Sie bei einer Bestellung oder Angebotsanfrage an, für welches Messmittel das Kabel geeignet sein soll. Wir unterstützen die Datenausgänge der Mitutoyo Messuhren, Bügelmessschrauben und Messschieber mit Digimatic Datenausgang (ID-S, ID-CX, ID-C) sowie die Datenausgänge der Mahr oder Helios-Preisser Messuhren. Bei speziellen Messmitteln senden Sie bitte ein Bild des Datenausgangs mit der Anfrage oder Bestellung.

Lagernde Kabellängen sind 1m und 2m. Es sind individuelle Kabellängen von 20cm bis 5m möglich.

Technische Daten der Fernanzeige

EigenschaftWertEinheit
Maße (BxHxT), ohne Kabel106 x 78 x 22mm
Lochabstand Montageplatte (X/Y)65 x 65mm
Gewicht95g
Temperaturbereich0-50°C
Versorgungsspannung5V
Stromaufnahme300mA
Messinterval0,3 – 600sek
TFT LCD Display (7.1 cm/2.8″ Bildschirm-Diagonale)320 x 200pixel

Die Gehäusefarbe ist nach Kundenwunsch möglich. Standardfarbe ist schwarz.

Dokumentation

Lesen Sie unsere Dokumentation der Fernanzeige um Detailinformationen über die Funktionsweise und Konfigurationsmöglichkeiten zu erhalten.

Resourcen

Download der Übersicht als PDF.

Kundenprojekte

Durch unsere Agile Fertigung lassen sich über Kundenprojekte viele Anpassungen für Anzeigelösungen für Messinstrumente umsetzen. Was letztendlich auf dem TFT Farbdisplay angezeigt wird kann frei definiert werden. Der Fantasie des Kunden sind hier keine Grenzen gesetzt. Denkbar ist die grafische Visualisierung der Messwerte z.B. als Zeigerinstrument genauso wie eine Messhistorie in Form einer Verlaufsgrafik oder Historienansicht. Trotzdem ist zu bedenken, dass es sich um ein einfaches Display handelt: Sehr aufwendige Visualisierungen von Messwerten lassen sich nach wie vor deutlich einfacher, schneller und besser mit einem PC oder Tablet-Computer in MS-Windows oder Android/iOS umsetzen. Hier haben wir genug Erfahrung um jeden Visualisierungswunsch einer Messvorrichtung als Remote Display für ein beliebiges Messmittel im Labor-, Entwicklungs- oder Fertigungsumfeld umzusetzen.

Optional kann das Display auch zusätzliche Steuereingänge bereitstellen. Diese können dann z.B. für unseren elektromechanischen Messuhr-Anheber in einer automatisierten Prüfvorrichtung verwendet werden.

Das Produkt wurde nach unserer Philosophie der agilen Fertigung umgesetzt.
Dies bedeutet z.B. dass das Gehäuse in ABS gedruckt wird und nur einfache Standardkomponenten verwendet werden.
Dadurch wird eine lange Teileversorgung sichergestellt. In Bezug auf die Kabelverbindungen bedeutet es, dass einfache Standardkabel in fertig konfektionierter Länge direkt verwendet werden können.
Weiter können spezielle Kundenanforderungen einfach umgesetzt werden.

Projektbeispiele

MQTT Funkverbindung

Projektbeispiel mit 2 Messuhren bei gleichzeitiger Messung über WLAN/MQTT und gemeinsamer Darstellung auf einem Display: Zum Artikel.

4fach Anheber mit Display

In diesem Projektbeispiel zur automatisierten Messung über IoT Messmittel werden 4 Messuhren mit automatischem Anheber des Messtaster verwendet. Die Messwerte werden zentral auf einer externen MQTT-Anzeige dargestellt. Die Kombination ergibt eine Messuhr mit großer externer Anzeige und externer Anhebemöglichkeit.

Alle 4 Mitutoyo Absolute Messuhren der Messeinrichtung sind per Kabel an die externen Displays angeschlossen. Über einen Schalter lassen sich die Messuhren zentral anheben und absenken sobald das Werkstück vom Werker in die Montageeinrichtung eingelegt ist. Die Messwerte werden an zentraler Stelle über die externe Anzeige visualisiert. Die Anlage kann dahingehend automatisiert werden, dass sowohl die Verarbeitung der Messwerte als auch das Anheben oder Absenken der Messuhr-Taster über externe Signale z.B. über MQTT gesteuert werden. Somit ist auch ein komplett autonomer Betrieb der Messstation über Roboter und Steuerung möglich.

Über ein externes Signal kann der Messfühler anheben oder absenken. Der Zustand des Messstiftes wird auf dem Display als Pfeil dargestellt. Bei abgesenktem Messstift wird der aktuelle Messwert der Messuhr in rot oder grün dargestellt. Bei nicht angeschlossener oder ausgeschalteter Messuhr wird ein rotes diagonales Kreuz angezeigt.

Das Produkt wurde nach unserer Philosophie der agilen Fertigung umgesetzt.
Dies bedeutet z.B. dass das Gehäuse mit 3D Druckern gedruckt wird und nur einfache Standardkomponenten verwendet werden. Dadurch wird eine lange Teileversorgung sichergestellt. In Bezug auf die Kabelverbindungen bedeutet es, dass einfache Standardkabel in fertig konfektionierter Länge direkt verwendet werden können.

Alternativen

Eine Alternative zu einem autonomen externen Display stellt ein Smartphone oder Tablet als Anzeige dar. Auch dieses kann über ein Adapterkabel direkt an eine Messuhr angeschlossen werden. Neben der reinen Anzeige lassen sich hier dann noch weitere Funktionen auf dem Betriebssystem des mobilen Rechnern einfach umsetzen. Unser Produkt „smart measure display“ deckt diesen Anwendungsfall ab.

Rechtliches

Mitutoyo und Digimatic sind vermutlich eingetragene Warenzeichen von Mitutoyo. Wir verwenden diese Bezeichnungen hier zur Erklärung des hier vorgestellten Produkts (der Hardware und Software). Wir stehen in keiner Verbindung zu Mitutoyo – setzen aber sehr gerne und wo immer möglich deren gute und zuverlässigen Messuhren und Messschieber ein.

rAAAreware GmbH
Steigerweg 49
D-69115 Heidelberg
info@raaareware.de
UST-ID DE268188224
Handelsregister Mannheim HRB 708058


Wir entwickeln, fertigen und vertreiben innovative Produkte für die Industrie.
Unser Firmensitz ist die Universitätsstadt Heidelberg wo alle unsere Produkte entwickelt und gefertigt werden.

Unser Produktspektrum umfasst WLAN Module für Messmittel wie Messuhren, Bügelmessschrauben oder Messschieber, WLAN Module für Sensoren und Aktoren allgemein, elektrische Messuhr Anheber, MQTT fähige Displays und einiges mehr.

Alle Produkte werden nach dem Grundsatz der Agilen Entwicklung und Fertigung entwickelt und erstellt. Alle unsere Gehäuse werden konsequent in 3D gedruckt. Dies führt vielleicht zu einer noch ungewohnten Optik, ermöglicht es aber ideal auf Kundenwünsche einzugehen und unsere Produkte kontinuierlich und maximal flexibel weiter zu entwickeln.
Lesen Sie mehr darüber.

Agile Entwicklung
Entwicklungskreislauf bei agilem Vorgehen

Die rAAAreware GmbH ist als Ausgliederung aus dem BitBumper Ingenieurbüro Keil entstanden.
Das Ingenieurbüro entwickelt seit über 20 Jahren im Auftrag von Industriekunden und Mittelstand Software, Elektronik und Hardware im Bereich der Prozesstechnik und Automatisierung.
Im Rahmen eines Industrie 4.0 Entwicklungsprojekts für ZF Friedrichshafen entstand die Anforderung aus der Mechatronik einige Messmittel über WLAN an einen MQTT Broker anzubinden.
Zu unserer großen Überraschung waren und sind bis heute solche Messuhren von den Messuhrherstellern nicht verfügbar (Stand 2024/10).
Vielmehr setzen die Messuhrhersteller wenn überhaupt auf andere Funktechniken (wie z.B. Bluetooth oder Ant+) oder auf die klassische Anbindung über Kabel.
Der Vorteil von direkter WLAN Anbindung ermöglicht eine hohe Funkreichweite bei maximaler Stabilität und eine sehr einfache Anbindung an große Firmennetze ohne den Umweg über Gateways oder z.B. so etwas wie eine „Beckhoff Box“.
Als Ingenieurbüro bekamen wir den Entwicklungsauftrag ein Erweiterungsmodul für Mitutoyo Messuhren zu entwickeln. Dieses Produkt wurde dann über die rAAAreware GmbH gefertigt und vertrieben.
Nach und nach kamen weitere Kunden aus anderen Projekten auf uns zu und hatten Interesse an unseren Modulen.
Neben Modulen für Messuhren, Bügelmessschrauben und Messschieber entwickeln und fertigen wir inzwischen Module für fast beliebige Handmessmittel, Messgeräte, Sensoren oder auch Eingabegeräte um diese in einer MQTT Infrastruktur zu betreiben.
Diese Geräte werden entweder im Rahmen von Kundenprojekten umgesetzt oder als Produkte produziert und vertrieben.